Sozialverband VdK

Gründung des VdK Kreisverbandes Minden-Lübbecke 1949 - 07.Mai - 2009

Wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg fanden sich Fauen und Männer zusammen, mit dem Ziel, eine Gemeinschaft für die vielen Kriegerwitwen und Kriegsbeschädigten zu gründen. Dieser Personenkreis hatte es nicht einfach, denn sie lebten in einer Zeit der Ungewissheit und der Turbulenzen.

Viele kamen als Flüchtlinge, Evakuierte oder Vertriebene zu uns. Es herrschte Wohnungsnot. Die Versorgung der Kriegshinterbliebenen, der Kriegswaisen und der Kriegsbeschädigten war nicht optimal.

Die Versorgungsämter waren mit Ende des Krieges aufgelöst worden und für eine Versorgung waren die Landesversicherungsanstalten zuständig. Dieser Personenkreis erhielt zu der Zeit eine kleine Versorgung nach der Sozialversicherungsdirektrive - SVD27 -. Diese Verordnung war vom Land Nordrhein-Westfalen beschlossen worden, da die Bundesrepublik noch nicht bestand.

Da es an allen Ecken und Kanten fehlte, mussten zur Linderung der größten Not zusätzliche Anträge auf Gewährung von Beihilfen für Bekleidung, für Heizkosten gestellt werden. In dieser schwierigen Zeit entstand die Erkenntnis, den VdK Kreisverband zu gründen.

So wurde am 07. Mai 1949, auch mit der aktiven Mitarbeit des Kameraden Max Wenzel, der VdK Kreisverband Minden-Lübbecke aus der Taufe gehoben.

Die Phase der unsicheren Versorgung wurde dann nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 behoben und 1950 wurde ein einheitliches Gesetz für die Kriegsopfer geschaffen, das Bundesversorgungsgesetz, kurz BVG genannt. Der BVG ist sehr umfassend und regelt die Versorgung aller durch den 1. und 2. Weltkrieg beschädigten oder geschädigten Personen.

Auch wurden die Versorgungsämter wieder eingeführt und waren Anlaufstelle für die Bearbeitung aller nach dem BVG zu versorgenden Personen.

Im Jahr 2008 wurden diese Versorgungsämter wieder aufgelöst und die Kreisverwaltungen haben die Bearbeitung übernommen.

Es galt dann für diesen Personenkreis die Aufklärung zu geben, damit jeder Kriegshinterbliebene und jeder Kriegsbeschädigte zu dem ihm zustehenden Recht kam.

Das war nicht immer einfach und oft kompliziert.